Univ.-Prof. Dr. Thomas Stulnig




Typ 1 Diabetes

Wie entsteht der Typ 1 Diabetes?

Pankreas-Insel

Typ 1 Diabetes beruht auf einer Autoimmunreaktion, d.h. einer Abwehrreaktion des Immunsystems, das sich gegen körpereigene Zellen richtet. Ziel der Immunreaktion sind die Insulin-produzierenden Zellen, die sich in der Bauchspeicheldrüse befinden. Wenn ein Großteil der Zellen zerstört ist, kommt es zum Insulinmangel und zum Auftreten des Diabetes. Der Typ 1 Diabetes beginnt meist plötzlich mit Harndrang, Durstgefühl und kann bis zu Bewusstlosigkeit und Tod führen. Typ 1 Diabetes tritt vorwiegend bei Kindern bis hin zum jungen Erwachsenenalter auf. Eine dem Typ 1 Diabetes sehr ähnliche Form, kann auch im hohen Alter auftreten.

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Welche gesundheitlichen Risiken haben Patienten mit Typ 1 Diabetes?

Harnteststreifen zur Erkennung von Infekten und Nierenfunktionsstörugnen

Stark erhöhte Blutzuckerspiegel können akute Komplikationen bis hin zu Bewusstlosigkeit und Tod auslösen. Über längere Zeiträume bewirken geringer erhöhte Blutzuckerspiegel ein sehr hohes Risiko für sog. Spätkomplikationen des Diabetes. Diabetes ist heute einer der wichtigsten Gründe für Nierenversagen, Blindheit, Amputationen und Herz-Kreislauferkrankungen.

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Wie können die gesundheitlichen Risiken minimiert werden?

Typisch diabetische Komplikationen wie Nierenversagen, Blindheit und Amputation können durch eine optimale Therapie des Diabetes und regelmäßige Kontrolle von Frühwarnzeichen weitgehend reduziert werden. Das HbA1c ist das Maß für die Güte der Diabeteseinstellung. Für die Verhinderung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist es besonders wichtig, dass auch andere Risikofaktoren (Blutfette, Blutdruck u.a.) entsprechend behandelt werden. Ihr persönlicher Beitrag zur Risikominimierung liegt im Einhalten eines gesunden Lebensstils und der medikamentösen Therapie.

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Welche Möglichkeiten der Insulintherapie gibt es?

Insulin-Pen

Die Insulintherapie muss den persönlichen Bedürfnissen und Erfordernissen angepasst sein. Von der Einmalgabe eines Langzeitinsulins zur Unterstützung der Tablettentherapie bis hin zu komplizierten Schemata mit mehrmals täglichen Injektionen verschiedener Insuline oder  Insulinpumpentherapie gibt es verschiedenste Arten der Insulintherapie. Prof. Stulnig berät Sie, welche Therapieform die meisten Vorteile für Sie bietet und Ihren Bedürfnissen entgegen kommt. In der Ordination werden Sie in die jeweilige Therapie optimal eingeführt.

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