Hormone

Themenschwerpunkte

Hormone spielen bei zahlreichen Körpervorgängen eine entscheidende Rolle. Gleichzeitig können Veränderungen in der Freisetzung von Hormonen Krankheiten auslösen und das Wohlbefinden dramatisch reduzieren.

Wichtige Beispiele für Hormondrüsen, ihre Hormone und damit verbundene Krankheiten sind:

  • Hormone der Bauchspeicheldrüse – allen voran das Insulin – regulieren den Zucker- und Energiestoffwechsel, Störungen führen z.B. zu Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit).
  • Hormone der Schilddrüse regulieren die Stoffwechselaktivität aller Organe.
  • Die Nebennieren regulieren u.a. Stoffwechsel, Blutdruck und die Stresstoleranz, die bei Nebennierenschwäche oder Überaktivität (z.B. Cushing Syndrom) bzw. Knotenbildungen (Nebennierenadenom) durcheinander geraten.
  • Nebenschilddrüsen sind wesentlich für den Kalziumhaushalt.
  • Sexualhormone beeinflussen vorrangig den weiblichen Zyklus, Schwangerschaft aber auch Libido, Potenz, Haut (Behaarung, Akne) und Knochen. Häufige Störungen sind bei Frauen das PCO-Syndrom, bei Männern der Testosteronmangel.
  • Die Hirnanhangdrüse (Hypophyse) ist zentraler Regulator für verschiedene nachgeschaltete Hormondrüsen (Schilddrüse, Nebennieren, u.a.), Wachstum und Flüssigkeitshaushalt (Diabetes insipidus). Hypophysenadenome können vermehrt Hormone ausschütten.
  • Elektrolyte (Natrium, Kalium, Kalzium) im Blut werden maßgeblich durch Hormone gesteuert, die auch maßgeblich bei deren Störungen (Hyponatriämie, Hyperkalzämie u.a.) beteiligt sind.

Insbesondere liegen Funktionsstörungen (Über-/Unterfunktion) einzelner Hormondrüsen verschiedensten Beschwerden zu Grunde. Als Endokrinologe erhebe ich detailliert Ihre Beschwerden. Die körperliche Untersuchung und daraus abgeleitet entsprechenden Hormonuntersuchungen sind wegweisend für die korrekte Diagnose und Therapie.

Hormone FAQs

Die Nebenniere produziert eine Reihe verschiedener Hormone. Dementsprechend können Vergrößerungen oder Tumore der Nebenniere, auch sog. Nebennierenadenome, Hormone produzieren und damit Krankheiten auslösen. Daher muss bei Vorliegen eines Nebennierentumors ausgeschlossen werden, dass eine Überproduktion von Hormonen vorliegt. Dies gilt besonders dann, wenn an eine Operation der Nebenniere gedacht wird. Die entsprechenden Tests veranlasse ich für Sie.

In sehr seltenen Fällen ist der Nebennierentumor bösartig, also Krebs. Dazu geben Größe, Eigenschaften in der Bildgebung und das Hormonmuster Hinweise, denen gegebenenfalls unverzüglich nachgegangen werden muss.

Die Hirnanhangdrüse (Hypophyse) bildet eine Reihe verschiedener Hormone. Deshalb muss bei Tumoren oder Adenomen der Hirnanhangdrüse untersucht werden, ob eine krankhafte Überproduktion von Hormonen vorliegt. Andererseits kann den Tumor auch die normalen Zellen der Hirnanhangdrüse verdrängen. Damit kann eine ausreichende Hormonproduktion unterbunden werden. Zusätzlich können Tumore der Hirnanhangdrüse den Sehnerv beeinträchtigen und zu Sehstörungen bis zur Erblindung führen. Deshalb werden bei Feststellung eines Hypophysentumors oder Hypophysenadenoms unverzüglich hormonelle Untersuchungen eingeleitet.

Unpassender Haarwuchs bei Frauen ist Zeichen einer hormonellen Störung. Dazu gehören Haare im Gesicht, um die Brüste, am Bauch oder Rücken, aber auch Oberarmen oder Oberschenkeln. Dabei müssen häufige hormonelle Störungen wie das PCO-Syndrom von anderen Krankheiten abgegrenzt werden. Darüber hinaus untersuche ich Sie hinsichtlich weiterer, damit in Zusammenhang stehenden Veränderungen im Stoffwechsel und leite mit Ihnen eine entsprechende Therapie in die Wege.

Haarausfall, der nicht nur saisonal ist, hat oft hormonelle Ursachen. Deshalb untersuche ich Sie hinsichtlich dem Vorliegen einer hormonellen Störung und anderer möglicher Ursachen. Je nach Ergebnis bespreche ich mir Ihnen die verschiedenen Therapiemöglichkeiten.

Weitere Leistungen

  • Ultraschalluntersuchung der Schilddrüse/Nebenschilddrüsen
  • Funktionelle Hormontests
  • Endokrinologische Freigabe vor bariatrischen Operationen (Magenbypass u.a.)


Ernährung & Stoffwechsel

Themenschwerpunkte

Ernährung und Stoffwechsel beeinflussen Ihre Gesundheit, Ihr Wohlbefinden, Ihre Leistungsfähigkeit – und Ihr Körpergewicht. Damit kann Ernährung gezielt eingesetzt werden, um Ihre Gesundheit zu fördern, Krankheiten zu verhindern oder zu behandeln. Ernährung ist somit gleichzeitig Medizin.

Zahlreiche Erkrankungen werden durch unpassende Ernährung ausgelöst oder ungünstig beeinflusst. Das „Metabolische Syndrom“ ist eine Kombination verschiedener Faktoren wie vermehrtes Bauchfett, erhöhter Blutdruck oder Blutzucker, Veränderungen der Blutfettwerte, die zu Diabetes mellitus und Herzinfarkt führt. Andererseits können Sie den Ursachen dieser Stoffwechselstörung mit Ernährungsumstellung wirksam entgegen treten und damit die Folgekrankheiten verhindern. Testen Sie hier, ob bei Ihnen ein Metabolisches Syndrom vorliegt.

Der Stoffwechsel wird durch verschiedene Hormone maßgeblich beeinflusst, die bei unerklärlicher Gewichtszunahme (Übergewicht, Adipositas) oder Gewichtsabnahme ebenfalls untersucht werden.

Ihre persönlichen Ernährungsgewohnheiten sind eine wichtige Grundlage für die Beratung. Davon ausgehend berate ich Sie gerne, durch welche Veränderungen Sie Ihre gesundheitlichen Probleme wie Diabeteserhöhte Blutfette, Bluthochdruck oder Ihr Gewicht besser in den Griff bekommen. Eventuelle hormonelle Ursachen von Übergewicht oder Adipositas (Fettleibigkeit) werden ebenfalls abgeklärt.

Als Initiator und Leiter der – österreichweit einzigartigen – Ambulanz für Angeborene Stoffwechselerkrankungen im Erwachsenenalter am AKH Wien berate ich Sie auch hinsichtlich des möglichen Vorliegens einer seltenen Stoffwechselkrankheit, z.B. Speicherkrankheiten wie Morbus Gaucher, die auch im Erwachsenenalter erstmals in Erscheinung treten können.

Meine Expertise in der Ernährungsmedizin eignete ich mir durch langjährige klinische und wissenschaftliche Tätigkeit an der Medizinischen Universität Wien an (siehe Lebenslauf). Darüber hinaus war ich jahrelang im Vorstand und Ausbildungsprogramm des Österreichischen Akademischen Institut für Ernährungsmedizin aktiv. Derzeit arbeite als wissenschaftlicher Beirat bei der Deutschen Adipositas-Gesellschaft mit. Meine Kompetenz und Erfahrung  liefern die Grundlage für Ihre individuelle Beratung bezüglich Ernährung und Stoffwechsel auf dem aktuellen Stand der Wissenschaft.

Stoffwechsel FAQs

Übergewicht und Adipositas (Fettleibigkeit) werden über den sog. Body-Mass-Index (BMI) definiert. Ihren BMI können Sie hier berechnen.

Erwachsene werden nach dem BMI in folgende Gewichtskategorien eingeteilt:

BMI Gewichtskategorie
< 18,5 Untergewicht
18,5 – 24,9 Normalgewicht
25 – 29,9 Übergewicht
>30 Adipositas

Sie können also übergewichtig sein, haben aber noch keine Adipositas. Trotzdem können Sie bereits gesundheitliche Risiken oder Stoffwechselveränderungen, wie das Metabolisches Syndrom, tragen.

Ja! zahlreiche Erkrankungen gehen mit der Adipositas einher. Das Risiko steigt mit zunehmendem Body-Mass-Index (BMI).

Das Fettgewebe im Bauchraum ist besonders ungünstig und fördert die Entwicklung von Stoffwechselstörungen, Herzinfarkt und Diabetes. Der Bauchumfang bietet einen Hinweis auf die Ansammlung von Fett im Bauchraum. Der Bauchumfang ist deshalb eine wesentliche Komponente des „Metabolischen Syndroms“. Testen Sie hier, ob bei Ihnen ein Metabolisches Syndrom vorliegt.

Zahlreiche Erkrankungen gehen mit zunehmendem BMI einher. Dazu sehen Sie unten eine beispielhafte Liste. Die gute Nachricht ist: Viele dieser Krankheiten können durch entsprechende Ernährung allein oder zusammen mit Medikamenten wirksam verhindert werden.

  • Diabetes mellitus Typ 2
  • Erhöhte Blutfette
  • Bluthochdruck
  • Herzinfarkt
  • Schlaganfall
  • Gallensteine
  • Gicht
  • Wirbelsäulen/Gelenksbeschwerden
  • Krebserkrankungen (Leber, Brust, Gebärmutter, Prostata, Darm)
  • Depression

Das „metabolische Syndrom“ bezeichnet Kombinationen aus verschiedenen Faktoren, die zusammen ein stark erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen und Diabetes verursachen. Dazu gehören

  • Fettansammlung im Bauchraum
  • veränderte Blutfette
  • hoch-normale Blutzuckerwerte
  • erhöhte Blutdruckwerte

Testen Sie hier, ob bei Ihnen ein metabolisches Syndrom vorliegt.

Wenn Sie die Kriterien eines „metabolischen Syndroms“ erfüllen, sollten Sie unverzüglich Ihren Arzt aufsuchen, um Herzinfarkte, Schlaganfälle und Diabetes zu verhindern!

Aktuell sind in Europa einige Medikamente zugelassen, die Sie bei der Gewichtsabnahme wirkungsvoll unterstützen. Zum Beispiel wird durch solche Medikamente im Kopf das Hungergefühl vermindert und Belohnungsverhalten verändert. Andere Medikamente wirken wie Hormone aus dem Magen-Darm-Trakt und verbessern das Sättigungsgefühl. Wieder andere reduzieren die Aufnahme von Fett aus dem Darm, damit weniger Kalorien in der Körper gelangen. Gerne berate ich Sie hinsichtlich der zu erwartenden Wirkungen und Nebenwirkungen.

Haben Sie zuviel Gewicht und gleichzeitig einen Typ 2 Diabetes? In diesem Fall können oft Medikamente zur Blutzuckersenkung verschrieben werden, die gleichzeitig auch das Körpergewicht deutlich reduzieren.

Bei sehr ausgeprägter Adipositas oder Vorliegen von Begleiterkrankungen wie Typ 2 Diabetes kann eine entsprechende Operation – wie Magenbypass und andere – eine dramatische Gewichtsabnahme bewirken. Auch Typ 2 Diabetes kann dadurch wieder rückgängig gemacht werden. Um dafür in Frage zu kommen, müssen Hormonerkrankungen vorab jedenfalls ausgeschlossen werden. Diese endokrinologische Abklärung vor der Operation erhalten Sie bei mir. Gegebenenfalls verweise ich Sie an die besten Chirurgen auf diesem Gebiet, mit denen ich eng zusammenarbeite.

Weitere Leistungen


Bluthochdruck

Themenschwerpunkte

Bluthochdruck (Hypertonie) besteht generell bei Werten über 140/90 mmHg. Bei Selbstmessung sollten die Werte unter 135 mmHg (oberer Wert) bzw. 85 mmHg (unterer Wert) liegen. Hoher Blutdruck führt insbesondere zu Schlaganfällen, aber auch zu Herzinfarkt, Herzschwäche und Nierenversagen.

Bluthochdruck in der Schwangerschaft kann eigene sehr ernste Komplikationen nach sich ziehen. Über lange Jahre leitete ich die Bluthochdruckambulanz am AKH Wien, so dass Sie von mir auch hinsichtlich Ihres Blutdrucks höchst kompetent beraten werden.

Die zu Grunde liegende Ursache des Bluthochdrucks bleibt oft unbekannt, gegebenenfalls sollte jedoch nach einer Ursache gesucht werden. Nicht selten sind Hormonerkrankungen Ursache für Bluthochdruck.

Heute gibt es zahlreiche Medikamente, die den Blutdruck senken können und dabei keine bis geringe Nebenwirkungen haben. Welches Medikament für Sie die meisten Vorteile bietet, hängt von zahlreichen Faktoren ab, die ich mit Ihnen bespreche und bei der Verschreibung berücksichtige.

Bluthochdruck FAQs

Um festzustellen, ob Ihr Blutdruck zu hoch ist, müssen Sie diesen messen lassen oder – noch besser – regelmäßig selbst messen. Generell gelten Werte über 140/90 mmHg als Bluthochdruck. Bei der Selbstmessung dürfen von 30 Werten maximal 7 Messungen über 135 mmHg (oberer Wert) oder 85 mmHg (unterer Wert) liegen. Falls Sie höhere Blutdruckwerte haben, sollten Sie sich an Ihren Arzt werden.

Ausführliche laienverständliche Informationen zum Bluthochdruck finden Sie unter http://www.hochdruckliga.at/.

Die Ursache eines Bluthochdrucks bleibt oft unbekannt. Dennoch sollte in bestimmten Fällen nach einer Ursache gesucht werden. Zum Beispiel gilt dies für das Auftreten eines Bluthochdrucks in in jungem Alter, bei sehr hohen Blutdruckwerten oder bei schwer einstellbarem Blutdruck. Nicht selten sind Hormonerkrankungen Ursache für Bluthochdruck. In Zusammenschau Ihrer Situation bespreche ich mit Ihnen, welche Faktoren Ihren Bluthochdruck ausgelöst haben und welche Untersuchungen durchgeführt werden sollten

Hoher Blutdruck führt zu

  • Schlaganfall
  • Herzinfarkt
  • Herzschwäche
  • Nierenversagen

und vielen anderen Erkrankungen.

Daher muss Bluthochdruck rechtzeitig und ausreichend behandelt werden. Dadurch können die schädlichen Auswirkungen deutlich reduziert werden.

Heute gibt es zahlreiche Medikamente, die den Blutdruck senken können und dabei keine bis geringe Nebenwirkungen haben. Manche Medikamente haben neben der Blutdrucksenkung zusätzliche Wirkungen, die für Sie in speziellen Situationen sogar günstig sind. Diese Medikamente setze ich dann bevorzugt ein. Welches Medikament für Sie die meisten Vorteile bietet, hängt also von zahlreichen Faktoren ab, die ich mit Ihnen bespreche und bei der Verschreibung berücksichtige.

Die meisten Patienten mit Bluthochdruck profitieren von einer Änderung des Lebensstils. Allein durch geeignete Ernährung kann der Blutdruck soweit sinken, wie mit einem einzelnen Medikament. Darüber hinaus erzielen Sie Verbesserungen durch Abnahme überschüssiger Kilos und Ausdauerbewegung. Milde Formen des Bluthochdrucks können damit allein durch Lebensstilmaßnahmen erfolgreich behandelt werden. Informationen über erfolgreiche Ernährungsmaßnahmen samt zahlreichen Rezepten erhalten Sie in meinem Buch Ernährung bei  Bluthochdruck.

Weitere Leistungen


Blutfette

Themenschwerpunkte

Blutfette wie Cholesterin, Triglyzeride und Lipoprotein(a) bewirken die Atherosklerose, die „Gefäßverkalkung“. Dadurch führen sie zu Herzinfarkt, Schlaganfall und Durchblutungsstörungen. Darüber hinaus kann bei sehr hohen Triglyzeriden die gefährliche Entzündung der Bauchspeicheldrüse auftreten. Zusätzlich zu diesen Folgen suche ich auch nach möglichen Ursachen erhöhte Blutfette. Viele Störungen des Fettstoffwechsels sind genetisch bedingt. Zum Beispiel wird die „familiäre Hypercholesterinämie“ vererbt und daher speziell behandelt.

Die Behandlung von hohen Blutfetten hängt von Ihrem persönlichen Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen ab. Zusätzlich zu Cholesterin gibt es weitere Risikofaktoren wie Alter und Geschlecht, Blutdruck, Rauchen, Diabetes, und andere. Falls Sie bereits einen Herzinfarkt, Stent, Schlaganfall oder ähnliche Probleme hatten, ist Ihr Risiko jedenfalls sehr hoch. Damit Sie optimal von der Behandlung von Blutfetten profitieren, schätze ich vor jeder Therapie Ihr individuelles Risiko ein. Eine grobe eigene Einschätzung für Ihr Risiko können Sie HIER vornehmen.

Eine Reihe von Medikamenten senken erhöhte Blutfettwerte. Gleichzeitig schreitet auch die Entwicklung neuer Substanzen rasch voran. Daher berate ich Sie als Experte jederzeit auf dem aktuellen Stand der modernen Medizin, um Herzinfarkt und Schlaganfall wirksam zu verhindern.

Blutfette FAQs

Folgende Blutfette sollten Sie jedenfalls messen:

  • (Gesamt-) Cholesterin
  • (Gesamt-) Triglyzeride
  • LDL-Cholesterin (das „schlechte“ Cholesterin)
  • HDL-Cholesterin (das sog. „gute“ Cholesterin)

LDL und HDL stehen für die Art der Fetttröpfchen, die das Cholesterin im Blut transportieren. Dabei LDL steht für „low-density lipoprotein“, HDL für  „high-density lipoproprotein“.

Bei besonderen Befunden oder Risikosituationen sind weitere Werte erforderlich. Zum Beispiel ist das Lipoprotein(a) besonders dann wichtig, wenn in Ihrer Familie Herzinfarkte und Schlaganfälle aufgetreten sind.

Erhöhtes Cholesterin ist ein wesentliches Risiko für das Auftreten von Herzinfarkt, Schlaganfall und ähnlichen Krankheiten. Cholesterin lagert sich in Gefäßwänden ab und führt zur Gefäßverkalkung. Damit hemmen erhöhte Blutfette den Blutfluss und führen zu Durchblutungsstörungen.

Für die Bedeutung von Cholesterin als Risikofaktor ist der Anteil an („schlechtem“) LDL-Cholesterin ausschlaggebend. Hingegen sehen Experten das HDL-Cholesterin heute nicht mehr ohne Weiteres als „gut“ an.

Cholesterin ist in vielen tierischen Fetten vorhanden, ein typisches Beispiel ist der Eidotter. Zusätzlich produziert Ihr Körper auch selbst Cholesterin. Daher bestimmt nicht nur die Aufnahme von Cholesterin mit der Nahrung, sondern auch Ihre individuelle Regulation der Cholesterin-Produktion die Blutfette.

Erhöhte Triglyzeridwerte tragen ebenfalls zum Risiko für das Auftreten von Herzinfarkt, Schlaganfall und ähnlichen Erkrankungen bei. Darüber hinaus rufen sehr hohe Triglyzeride (>500 mg/dl) die gefährliche Entzündung der Bauchspeicheldrüse hervor. Weiters können dadurch Hauterscheinungen, Sehstörungen und Konzentrationsstörungen auftreten.

Triglyzeride und andere Blutfette sind oft bei nicht optimal eingestelltem Diabetes oder anderen Erkrankungen verändert. Darüber hinaus erhöhen verschiedene Medikamente als Nebenwirkung die Triglyzeride.

Erhöhte Blutfette werden oft durch Veränderungen in Genen hervorgerufen, also durch ein verändertes Erbgut. Neben häufigen Genveränderungen mit milden Auswirkungen gibt es schwere Genveränderungen, die spezielle Krankheiten auslösen. Dazu gehört zum Beispiel die „familiäre Hypercholesterinämie“. Dabei vererben Eltern hohe Cholesterinwerte auf die Kinder. Untersuchungen auf Genveränderungen bestätigen das Vorliegen einer familiären Hypercholesterinämie.

Angeborene Erkrankungen erfordern ein besonderes Vorgehen hinsichtlich Diagnose und Therapie sowie eine genetische Beratung. Daher müssen vererbte Stoffwechselkrankheiten erkannt bzw. ausgeschlossen werden, um das frühzeitige Auftreten von Herzinfarkten zu verhindern. Zu diesem Zweck unterstütze ich auch als Mitglied des wissenschaftlichen Beirates die Patientenorganisation FHchol Austria.

In den meisten Fällen, ja! Bei hohen Cholesterinwerten besteht fast immer ein erhöhtes Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall und andere Durchblutungsstörungen. Erhöhte Triglyzeride tragen auch zum Auftreten von Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei. Sie können zu einer gefährlichen Entzündung der Bauchspeicheldrüse führen. Auch niedriges „gutes“ HDL-Cholesterin deuten auf ein erhöhtes Risiko hin. Deshalb ist es enorm wichtig, die Blutfette frühzeitig zu bestimmen und gegebenenfalls zu behandeln!

Grundlage der Behandlung ist die entsprechende Ernährung. Je nachdem ob Cholesterin, Triglyzeride oder beide Blutfette erhöht sind, sind unterschiedliche Ernährungsweisen besonders wirksam. Die Ernährung richtet sich auch nach Begleiterkrankungen wie Diabetes.

Darüber hinaus gibt es sehr gute Medikamente, die die Blutfette und damit auch das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen erfolgreich reduzieren. Zusätzlich zu Tabletten gibt es heute auch Spritzen, die praktisch ohne Nebenwirkungen das schlechte Cholesterin deutlich senken. Auf Basis der Laborbefunde und Ihrem persönlichen Risiko berate ich Sie kompetent hinsichtlich der bestmöglichen Behandlung.

Viele Medikamente, die heute in der Behandlung erhöhter Blutfette eingesetzt werden, haben in großen Untersuchungen gezeigt, dass sie nicht nur Blutfettwerte reduzieren. Darüber hinaus verringern Sie überzeugend das Risiko für Herzinfarkte, Schlaganfälle & Co. Gleichzeitig sind diese Behandlungen sehr sicher und meist gut verträglich. Auch besondere Arten der Ernährung können Herz-Kreislauf-Erkrankungen wirksam vorbeugen. Die richtige Behandlung entsprechend Ihrer persönlichen gesundheitlichen Situation kann Ihnen daher bedeutende Vorteile bringen.

Weitere Leistungen


Diabetes

Themenschwerpunkte

Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) bedeutet nicht nur eine Erhöhung des Blutzuckerzuckerspiegels. Darüber hinaus geht Diabetes ist mit weiteren Stoffwechselstörungen und zahlreichen Komplikationen einher. Zusätzlich zu kurzfristigen Stoffwechselentgleisungen können sich vor allem  langfristig Folgeerkrankungen entwickeln. Über die Zeit schädigt der Diabetes Augen, Nieren und Nerven und führt zu Erblindung, Nierenversagen, Amputationen, Herzinfarkten und Schlaganfällen. Hier erhalten Sie alle wichtigen Infos dazu.

Diabetes wird je nach Ursache in verschiedene Typen eingeteilt:

Typ 1 Diabetes beruht auf einer Abwehrreaktion des Immunsystems, die sich gegen körpereigene Insulin-produzierende Zellen in der Bauchspeicheldrüse richtet.

Typ 2 Diabetes entsteht fast immer in Zusammenhang mit Übergewicht und einer verminderten Wirkung von Insulin, der sog. Insulinresistenz.

Schwangerschaftsdiabetes (Gestationsdiabetes) wird ein gestörter Zuckerstoffwechsel genannt, der in der Schwangerschaft erstmals festgestellt wird. Schwangerschaftsdiabetes gefährdet sowohl die Mutter als auch das Kind.

Zur Behandlung des Diabetes mellitus stehen heute neben Lebensstilmodifikation viele verschiedene Medikamente zur Verfügung. Moderne Medikamente zur Behandlung des Typ 2 Diabetes lösen keine Unterzuckerungen aus und verhindern Herzkrankheiten und Schlaganfälle. Die Therapie mit Insulin gibt es in verschiedensten Formen bis hin zur kontinuierlichen Glukosemessung, die moderne Insulinpumpen steuert.

Die optimale Blutzuckereinstellung verhindert weitgehend das Auftreten von diabetischen Spätkomplikationen an Augen, Nerven und Nieren. Darüber hinaus werden durch die umfassende Therapie von Risikofaktoren wirksam Herzinfarkte und Schlaganfälle verhindert. Im Gespräch berate ich Sie, welche Therapiemöglichkeiten die meisten Vorteile für Sie bieten.

Diabetes FAQs

Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) ist eine Erhöhung des Blutzuckerzuckerspiegels.

Die Messung des Blutzuckerspiegels wird in der Regel nüchtern (nach wenigstens 8 Std. Nahrungskarenz) vorgenommen. Blutzuckerwerte ab 126 mg/dl weisen auf einen Diabetes hin, ab 100 mg/dl zeigen sie einen Prädiabetes („Frühdiabetes“) auf. Zur Feststellung des Diabetes wird  in bestimmten Situationen, z.B. in der Schwangerschaft, ein Zuckerbelastungstest durchgeführt. Dabei trinken Sie eine Traubenzuckerlösung, und der Blutzucker wird unmittelbar davor und nach 2 Stunden, in der Schwangerschaft auch nach 1 Stunde, gemessen. Auch der Langzeitblutzuckerwert HbA1c kann zur Diagnose Diabetes führen.

Seine große Bedeutung hat der Diabetes aufgrund seiner außerordentlichen gesundheitlichen Risiken.

Es gibt verschiedene Arten von Diabetes, sog. Diabetes Typen, die sich hinsichtlich der zu Grunde liegenden Ursachen, der gesundheitlichen Risiken und der Therapiemöglichkeiten grundsätzlich unterscheiden.

Im Blut gibt es nur eine Art von Zucker, den Traubenzucker oder die „Glukose“. Glukose ist in vielen Zuckern enthalten und ist der Baustein von Stärke, die wir durch Getreide, Kartoffel, Reis und viele andere Nahrungsmittel zu uns nehmen. Zusammengefasst bezeichnen wir diese Nährstoffe als Kohlenhydrate. Sie bilden auch beim Diabetes-Patienten die Basis der Ernährung.

Kohlenhydrate erhöhen den Blutzuckerspiegel. Wie hoch der Blutzuckerspiegel steigt, hängt davon ab, wie schnell die Kohlenhydrate aus dem Darm aufgenommen werden. Zum Beispiel werden Zucker sehr schnell aufgenommen und erhöhen den Blutzuckerspiegel rasch und in hohem Maße. Dagegen wird Stärke aus Vollkornprodukten deutlich langsamer aufgenommen und führt zu einem geringeren Anstieg des Blutzuckers. Deshalb sollen Patienten mit Diabetes vor allem Vollkornprodukte zu sich nehmen und Zucker meiden.

Ein Ernährungsprotokoll hilft bei der Beratung, um Ihre Ernährung zu optimieren. Dazu sollten Sie alle Nahrungsmittel, die Sie zu sich nehmen, über 3-6 Tage aufschreiben. Eine Vorlage dazu steht hier zum Download bereit.

Es gibt drei häufige Typen des Diabetes mellitus, die sich grundsätzlich voneinander unterscheiden:

Typ 1 Diabetes beruht auf einer Abwehrreaktion des Körpers. Dabei richtet sich das Immunsystem gegen körpereigene Insulin-produzierende Zellen richtet, die sich in der Bauchspeicheldrüse befinden. Der Typ 1 Diabetes beginnt meist plötzlich mit Harndrang, Durstgefühl, Gewichtsabnahme und kann bis zu Bewusstlosigkeit und Tod führen. Typ 1 Diabetes tritt vorwiegend bei Kindern bis hin zum jungen Erwachsenenalter auf. Eine dem Typ 1 Diabetes sehr ähnliche Form, gibt es aber bis ins hohe Alter.

Typ 2 Diabetes steht in engem Zusammenhang mit Übergewich. Dabei steht die verminderte Insulinwirkung, die Insulinresistenz, anfänglich im Vordergrund. In weiterer Folge tritt eine Fehlfunktion der Insulin-produzierenden Zellen in der Bauchspeicheldrüse ein. In der Regel tritt Typ 2 Diabetes im mittleren und höheren Lebensalter auf, kommt aber auch bei fettleibigen Kindern vor.

Schwangerschaftsdiabetes (Gestationsdiabetes) wird ein gestörter Zuckerstoffwechsel genannt, der in der Schwangerschaft erstmals auftritt. Zur Diagnose ist meist ein Zuckerbelastungstest erforderlich, der routinemäßig in der 24.-28. Schwangerschaftswoche, also etwa 6 Monate nach der letzten Regelblutung, durchgeführt wird. Schwangerschaftsdiabetes birgt Gefahren für die Schwangerschaft wie Bluthochdruck, Kindestod. Zweitens kommt es durch zu groß gewachsene Kinder gehäuft zu Komplikationen während der Entbindung. Und drittens ist das neu geborene Kind durch Unterzuckerungen, Verletzungen und Atemprobleme gefährdet. Schwangerschafts­diabetes muss deshalb ernst genommen und konsequent behandelt werden.

Typ 3 Diabetes bezeichnet eine Vielzahl von weiteren Formen des Diabetes mellitus. Zum Beispiel gehört dazu Diabetes ausgelöst durch Medikamente oder durch Zerstörung der Bauchspeicheldrüse. Auch genetisch bedingte, also angeborene Formen des Diabetes fallen in diese Gruppe.

Stark erhöhte Blutzuckerspiegel können kurzfristige schwere Folgeerscheinungen bis hin zu Bewusstlosigkeit und Tod auslösen. Heute spielen diese akuten Komplikationen eine untergeordnete Rolle. Hingegen bewirken geringer erhöhte Blutzuckerspiegel über längere Zeiträume die gefürchteten Spätkomplikationen. Sie betreffen zahlreiche Patienten mit Diabetes, die nicht von Beginn an Ihren Blutzuckerspiegel im Zielbereich halten. Dadurch ist Diabetes ist einer der wichtigsten Gründe für

  • Herz-Kreislauferkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall, Herzschwäche
  • Nierenversagen
  • Blindheit
  • Amputationen

Darüber führt Schwangerschaftsdiabetes zu geburtshilflichen Komplikationen und Problemen beim Neugeborenen.

Die Diabetes-Behandlung richtet sich nach dem Diabetes-Typ und weiteren Faktoren. Prinzipiell gibt es folgende Optionen:

Lebensstiländerung: Ernährung und körperliche Bewegung sind bei allen Formen des Diabetes von Bedeutung. Besonders bei Typ 2 Diabetes kann eine erfolgreiche Änderungen des Lebensstils samt Gewichtsabnahme den Diabetes oft sogar rückgängig machen. Bei Typ 1 Diabetes gilt es, den Lebensstil und die Insulintherapie aufeinander abzustimmen. An Hand Ihrer persönlichen Situation berate ich Sie, welche Lebensstilmaßnahmen für Sie besonders erfolgversprechend sind.

Medikamente: Patienten mit Typ 2 Diabetes steht heute eine große Auswahl an Medikamenten zur Verfügung, die den Blutzucker senken und weitere Vorteile bieten. Dadurch ist Insulin heute nur noch der letzte Schritt in der Behandlung. Viele Diabetes-Medikamente („Antidiabeetika“) werden als Tabletten eingenommen, andere werden unter die Haut gespritzt – auch wenn es sich nicht um Insulin handelt.

Moderne Diabetes-Medikamente senken bei Weitem nicht nur den Blutzucker. Die gefürchteten Unterzuckerungen gehören mittlerweile zur Geschichte.  Einige Medikamente reduzieren das Gewicht. Darüber hinaus verhindern eine Reihe von Diabetes-Medikamenten wirkungsvoll Herzinfarkte, Schlaganfälle und Herzschwäche. Weiters schützen einige der modernen Diabetes-Medikamente die Nierenfunktion. Dazu kommen laufende Entwicklungen, die immer bessere Medikamente erwarten lassen. Eine moderne Diabetes-Therapie fördert damit auf verschiedenste Weise Ihre Gesundheit!

Insulin ist eine Therapiemöglichkeit bei allen Diabetesformen. Bei Typ 1 Diabetes ist sie von Beginn an der erste und wichtigste Teil der Therapie. Hingegen ist sie bei Typ 2 Diabetes durch vorteilhaftere Medikamente zur letzte Therapiemöglichkeit geworden. Um die Insulingabe optimal an den Ihren Bedarf anzupassen, steht heute eine große Auswahl an Insulinen und Therapieschemata zur Verfügung.

Eine besondere Therapieform sind Insulinpumpen, die die Insulinmenge genau an die Erfordernisse anpassen. Moderne Insulinpumpen können mit kontinuierlichen Blutzuckermessungen verbunden werden und helfen dadurch, den Blutzuckerspiegel im Zielbereich zu halten. Durch rasante Entwicklungen bewegen wir heute rasch in Richtung der „künstlichen Bauchspeicheldrüse“, bei der die abgegebene Insulinmenge weitgehend selbstständig geregelt wird. Laufend besuche ich die wichtigen Diabetes-Kongresse im In- und Ausland, um Sie jederzeit auf dem aktuellen Stand der Medizin und Technik über die für Sie optimale Therapie zu beraten.

Die Selbstmessung des Blutzuckers ist bei Patienten mit Insulintherapie unbedingt erforderlich. Auch bei manchen Patienten mit Diabetes ohne Insulintherapie kann die Blutzuckerselbstmessung hilfreich sein.

Übliche Messgeräten bestimmen den Blutzucker in einem kleinsten Tropfen Blut aus der Fingerbeere. Darüber hinaus gibt es heute weitere Möglichkeiten. So können manche Messpunkte (Sensoren), die den Blutzucker laufend aufzeichnen für 14 Tage am Oberarm getragen werden. Andere Sensoren werden für mehrere Monate unter die Haut eingepflanzt und geben Alarm, wenn der Blutzucker aus dem Zielbereich gerät.

Je nach Ihrer persönlichen Situation berate ich Sie hinsichtlich der Häufigkeit und der Methode der Blutzuckermessung, die für Sie optimal ist. Herkömmliche Blutzuckermessgeräte händige ich Ihnen bei Bedarf in der Ordination aus und weise Sie in die Handhabung ein.

Das HbA1c ist das wichtigste Maß für die Langzeiteinstellung des Blutzuckers in den letzten 2-3 Monaten. Chemisch entspricht das HbA1c einem durch Zuckermoleküle veränderten roten Blutfarbstoff. Normalerweise liegt das HbA1c etwa zwischen 4 und 6%. Zielwerte bei der Behandlung des Diabetes hängen von Ihrer persönlichen Situation ab. Sie liegen meist bei <6,5% oder <7,0%, manchmal aber auch darüber.

Optimale Blutzuckereinstellung verhindert weitgehend das Auftreten von diabetischen Spätveränderungen wie Erblindung und Nierenversagen. Langjährig optimale Blutzuckereinstellung beugt auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor.

Über die Blutzuckersenkung hinaus haben moderne Medikamente zur Behandlung des Typ 2 Diabetes zusätzliche Wirkungen, die Herzinfarkte, Schlaganfälle, Herzschwäche und Nierenversagen vorbeugen.

Darüber hinaus haben Sie zusätzliche Vorteile durch die Behandlung weitere Risikofaktoren wie Bluthochdruck und Blutfette.

Daher optimiere ich die Behandlung meiner Patienten mit Diabetes, um Schäden an allen bedrohten Organen – Herz, Hirn, Augen oder Nieren – bestmöglich zu verhindern.

Weitere Leistungen


Schilddrüse

Themenschwerpunkte

Die Schilddrüse ist maßgeblich für die Regulation der Stoffwechselaktivität verantwortlich. Dazu produziert sie in einem fein gesteuerten Prozess mit Hilfe von Jod die Schilddrüsenhormone T3 und T4.

Erkrankungen der Schilddrüse betreffen die Funktion (Überfunktion und Unterfunktion), entzündliche Veränderungen (Thyreoiditis) sowie Knoten (Struma).

Eine Schilddrüsen-Überfunktion (Hyperthyreose) kann mit Gewichtsabnahme, Herzklopfen, Nervosität, Haarausfall oder Zyklusstörungen einher gehen. Einerseits wird eine Überfunktion der Schilddrüse beim „Morbus Basedow“ durch Abwehrstoffe hervorgerufen, die gegen die Schilddrüse gerichtet sind. Auch können sog. „heiße“ Knoten (autonome Adenome) und andere Ursachen eine Überfunktion auslösen.

Eine  Schilddrüsen-Unterfunktion (Hypothyreose) äussert sich oft mit Gewichtszunahme, Kälteempfindlichkeit, Abnahme der Leistungsfähigkeit, Depression, Verstopfung. Eine häufige Ursache der Unterfunktion ist eine gegen die Schilddrüse gerichtete Abwehrreaktion, zum Beispiel bei der „Hashimoto Thyreoiditis“. Darüber hinaus hat die Schilddrüsenfunktion eine besondere Bedeutung bei Kinderwunsch und in der Schwangerschaft.

Knoten in der Schilddrüse können gutartig oder bösartig (Krebs) sein. Um festzustellen, ob ein Knoten gut- oder bösartig ist, gibt es verschiedene Untersuchungsmethoden mit unterschiedlicher Aussagekraft. Davon haben heute die Ultraschalluntersuchung und die Feinnadelpunktion die größte Bedeutung.

Schilddrüsen-Entzündungen und manche Knoten können Schmerzen am Hals verursachen. Jedoch gehen sie oft ohne Halsbeschwerden einher. Unabhängig davon können Schilddrüsen-Entzündungen zu einer Über- oder Unterfunktion der Schilddrüse führen.

Patienten, die speziell zur Abklärung einer möglichen Schilddrüsenerkrankung meine Ordination aufsuchen, biete ich zusätzlich zur Erhebung ihrer Beschwerden und klinischer Untersuchung ein komplettes one-stop Schilddrüsen-Paket an (Anamnese, klinische Untersuchung, Blutabnahme, Ultraschalluntersuchung).

Durch meine Tätigkeit an der Universitätsklinik und meine Mitgliedschaft in diversen Fachgesellschaften für Schilddrüsen- und Hormonerkrankungen berate ich Sie kompetent bei allen Schilddrüsenproblemen – besonders auch bei Kinderwunsch und Schwangerschaft – gemäß dem aktuellen Stand der medizinischen Wissenschaft.

Schilddrüse – häufige Erkrankungen

Die chronische Autoimmunthyreoiditis Hashimoto ist eine Entzündung der Schilddrüse, die langfristig zu einer Schilddrüsen-Unterfunktion führt. In unseren Breiten ist die Hashimoto-Thyreoiditis die häufigste Ursache der Schilddrüsen-Unterfunktion.

Definiert ist die Hashimoto-Thyreoiditis durch die Einwanderung von Abwehrzellen (Lymphozyten) in die Schilddrüse. Grund dafür ist eine Reaktion des Körpers gegen die eigene Schilddrüse, eine sog. Autoimmunreaktion, die die Schilddrüse sukzessive zerstört.

Ursache für die Hashimoto-Thyreoiditis ist eine Kombination aus genetischer Veranlagung und Umweltfaktoren. Dementsprechend besteht oft eine familäre Häufung Hashimoto-Thyreoiditis (und/oder Basedow-Krankheit, s.u.). Frauen sind weit häufiger betroffen als Männer.

Als Autoimmunerkrankung ähnelt die Hashimoto-Thyreoiditis von ihrer Entstehung her der Basedow-Krankheit, die eine Schilddrüsen-Überfunktion hervorruft. Auch kann eine Hashimoto-Thyreoiditis gelegentlich zu einer Überfunktion führen, die vorübergehend durch Zerstörung von Schilddrüsengewebe entsteht. Andererseits kann die Hashimoto-Thyreoiditis auch in eine echte Basedow-Überfunktion übergehen wie auch vice versa.

Die Hashimoto-Thyreoiditis kommt prinzipiell in zwei Formen vor. Einerseits kann die Schilddrüse durch die Entzündung anschwellen (hypertrophe Form). Andererseits findet sich bei der Mehrzahl der Patienten eine langsame Größenabnahme der Schilddrüse (atrophe Form).

Beschwerden Die Schilddrüse selbst ist bei Hashimoto-Thyreoiditis fast immer ohne Beschwerden, nur in seltenen Fällen berichten die Patienten über Schmerzen. In so einem Fall müssen auch andere Diagnosen in Betracht gezogen werden.

Im Gegensatz zu den fehlenden lokalen Beschwerden tritt die Hashimoto-Thyreoiditis für den Patienten im Allgemeinen durch die Schilddrüsen-Unterfunktion in Erscheinung. Die typischen Beschwerden umfassen Gewichtszunahme, Kälteempfindlichkeit, Abnahme der Leistungsfähigkeit, Müdigkeit (Fatigue), Muskelschwäche, Depression, Haarausfall, Zyklusstörungen, Unfruchtbarkeit und andere. Darüber hinaus beeinflussen Schilddrüsen-Autoantikörper wahrscheinlich direkt die weibliche Fruchtbarkeit.

Die Diagnose Hashimoto-Thyreoiditis wird durch das Vorliegen von spezifischen, gegen die Schilddrüse gerichteten Antikörpern im Blut gestellt. Weiters zeigt sich ein typisches Bild in der Ultraschalluntersuchung (Sonographie) der Schilddrüse.

Die Schilddrüsen-Autoantikörper sind bei Hashimoto-Thyreoiditis gegen die Schilddrüsen-Peroxidase (TPO, thyroid peroxidase; auch „mikrosomale“ Schilddrüsen-Antikörper genannt) und/oder gegen das Thyreoglobulin, das Speichermolekül für Schilddrüsenhormone, gerichtet. Diese Antikörper werden für die Diagnose gemeinsam mit den Funktionswerten der Schilddrüse im Blut bestimmt.

Die Behandlung der Hashimoto-Thyreoiditis besteht in der Substitution fehlender Schilddrüsenhormone. Die Entzündung selbst kann derzeit nicht behandelt werden. Wohl aber gibt die Höhe der Schilddrüsen-Autoantikörper Hinweise, wie rasch die Schilddrüsenfunktion abnimmt und eine Substitution eingeleitet werden muss.

Auch wenn aktuell kein Schilddrüsenhormon eingenommen wird, muss die Schilddrüsenfunktion regelmäßig kontrolliert werden, um den richtigen Zeitpunkt für den Beginn der Behandlung zu erkennen. Besonders bei Kinderwunsch und Schwangerschaft bestehen besondere Kriterien für die Therapie, die ggf. unverzüglich eingeleitet werden muss.

Die Behandlung selbst ist meist lebenslang. Bei unklaren Beschwerden kann auch ein zeitlich begrenzter Therapieversuch in Erwägung gezogen werden.

Die Dosis des Schilddrüsenhormons richtet sich nach der Restfunktion der Schilddrüse, dem Körpergewicht, aber auch der Art der Einnahme. Damit die Hormone aus dem Darm gut aufgenommen werden, sollten Sie die Tabletten idealerweise immer nüchtern, mindestens 30(-60) min vor Nahrungsaufnahme und nur mit Wasser einnehmen.

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Die Basedow Krankheit (Morbus Basedow, englisch: Graves’ disease) ist eine Autoimmunerkrankung der Schilddrüse, die zu einer Überfunktion der Schilddrüse (Hyperthyreose) und oft einer Schilddrüsenvergrößerung (Struma) führt. Auch die Augen können im Sinne einer „endokrinen Orbitopathie“ befallen sein.

Ursache der Hyperthyreose Basedow sind spezielle Autoantikörper, die die Schilddrüse stimulieren, unkontrolliert Schilddrüsenhormone zu bilden. Diese Autoantikörper sind gegen die TSH-Rezeptoren auf der Oberfläche der Schilddrüsenzellen gerichtet. Die TSH-Rezeptoren werden normalerweise durch das Hormon TSH aus der Hirnanhangdrüse angeregt und regulieren dadurch engmaschig die Schilddrüsenfunktion. Bei der Hyperthyreose Basedow entstehen irrtümlich Antikörper, die genau an die TSH-Rezeptoren binden und diese stimulieren – auch wenn kein TSH vorhanden ist. TSH-Rezeptor-Autoantikörper (TRAK) werden daher auch für die Diagnose Basedow bestimmt.

Ähnlich wie bei der Autoimmunthyreoiditis Hashimoto, die zu einer Unterfunktion der Schilddrüse führt, besteht auch beider Basedow Hypethyreose oft eine erbliche Empfänglichkeit für Autoimmunkrankheiten.

Auch können die Basedow Krankheit und die Hashimoto Thyreoiditis ineinander übergehen. Auslöser der Erkrankung bleiben im Einzelfall meist unerkannt. Spezielle Medikamente können eine Basedow Krankheit auslösen.

Beschwerden Die Basedow Krankheit macht sich in erster Linie durch die Symptome einer Schilddrüsen-Überfunktion bemerkbar. Demnach bemerken die Patienten Herzklopfen, schnellen Herzschlag, Unruhe, Nervosität, Zittern, Gewichtsabnahme, weichen Stuhl bis Durchfall, Haarausfall, aber auch Zyklusstörungen bis hin zur Unfruchtbarkeit. Im Gegensatz zu diesen Beschwerden, die sich in kurzer Zeit entwickeln, wird die Vergrößerung der Schilddrüse oft erst nach längerer Krankheitsdauer bemerkt. Zusätzlich können bei der Basedow Krankheit auch Augenprobleme entstehen, angefangen von trockenen, gereizten Augen bis hin zu Doppelbildern und Hervortreten der Augäpfel.

Die Diagnose der Basedow Krankheit ergibt sich aus der Anamnese und der klinischen Untersuchung. Augenbeschwerden weisen ebenfalls auf das Vorliegen einer Überfunktion vom Typ Basedow hin. Dazu zeigt sich meist ein typisches Bild mit diffuser Schilddrüsen-Vergrößerung im Ultraschall, der ebenfalls hilft, die Basedow Krankheit von anderen Ursachen der Schilddrüsenüberfunktion abzugrenzen. Weiters eine vermehrte Traceraufnahme in der Szintigraphie. In der Blutuntersuchung finden sich die Schilddrüsenüberfunktion und – bei den meisten Patienten – TRAK Autoantikörper.

Die Therapie der Basedow Krankheit  besteht in erster Linie in der Hemmung der Schilddrüsenfunktion durch Medikamente (Thyreostatika). Da die Stimulation der Schilddrüse durch die TSH-Rezeptor Autoantikörper variieren kann, muss die Medikamentendosis regelmäßig entsprechend der Schilddrüsenfunktion angepasst werden.

Glücklicherweise nimmt die Aktivität der Autimmunreaktion in den meisten Fällen über einige Monate deutlich ab, so dass etwa die Hälfte der Patienten schließlich als geheilt gelten und die Medikamente abgesetzt werden können. Wann und ob dies möglich ist, hängt von einer Reihe von Faktoren ab, die vom Spezialisten abgewogen werden. Ein Wiederaufflammen der Erkrankung zu einem späteren Zeitpunkt ist möglich. Wenn die Erkrankung nicht zum Stillstand kommt, sollte die Schilddrüse entweder chirurgisch entfernt oder mittels Radiojodtherapie ausgeschalten werden.

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Als Struma bezeichnet man jede Vergrößerung der Schilddrüse. Bei deutlicher Vergrößerung war früher der Ausdruck Kropf üblich. Die Struma kann diffus und/oder durch Knoten bedingt sein. Unabhängig davon kann die Struma mit einer normalen Schilddrüsenfunktion, einer Unter- oder einer Überfunktion einher gehen. Die Struma kann durch ihre lokale Ausdehnung Beschwerden hervorrufen und/oder durch eine damit verbundene Funktionsstörung der Schilddrüse.

Die häufigste Ursache für eine Struma weltweit ist der Jodmangel, der zu Vergrößerung und Knotenbildungen führt. Darüber hinaus entsteht eine Struma bei ausreichender Jodversorgung in erster Linie auf Basis von Schilddrüsenentzündungen (z.B. Hashimoto Thyreoiditis) und der Basedow Krankheit.

Beschwerden Viele Patienten mit Struma haben keine Beschwerden und eine normale Schildrüsenfunktion. Lokal kann ein „Knödelgefühl“ (Globusgefühl) auftreten, seltener Schmerzen, die durch eine plötzliche Vergrößerung hervorgerufen werden.

Weitere Beschwerden werden gegebenenfalls durch das Vorliegen einer Über- oder Unterfunktion der Schilddrüse hervorgerufen.

Die Schilddrüse liegt vor und seitlich der Luftröhre und der Speiseröhre und reicht seitlich an die Halsgefäße. Sie kann auch in den Brustraum hinabreichen. Daher können große Strumen lokale Beschwerden verursachen, wie Atemnot, Husten oder Schluckbeschwerden, selten sogar eine Stauung der Halsvenen oder Heiserkeit. Solche Beschwerden bedürfen einer umgehenden Abklärung.

Die Diagnose der Struma kann bei deutlicher Vergrößerung schon durch die klinische Untersuchung gestellt werden. Die genaueste Untersuchung ist bei weitem die Sonographie (Ultraschalluntersuchung). Neben der Größe der Schilddrüse werden durch diese Untersuchung Knotenbildungen eindeutig erkannt. Darüber hinaus weist die Ultraschalluntersuchung gegebenenfalls auf das Vorliegen einer Autoimmunerkrankung (Hashimoto Thyreoiditis, Basedow Krankheit) hin.

Schilddrüsenknoten werden in der Sonographie nach verschiedenen Gesichtspunkten beurteilt. Knoten, die sich in der Ultraschalluntersuchung als krebsverdächtig darstellen, müssen weiter untersucht werden.  Dazu hat heute die Feinnadelpunktion mit Abstand den höchsten Stellenwert.

Einzelne Schilddrüsenknoten, sogenannte autonome Adenomen, produzieren unkontrolliert Schilddrüsenhormon. Bei entsprechender Größe und Jodzufuhr kann dadurch eine Überfunktion der Schilddrüse entstehen. Ein anderer Grund für eine Überfunktion bei vergrößerter Schilddrüse ist die Autoimmunkrankheit Morbus Basedow. Hingegen kann eine Struma mit Schilddrüsen-Unterfunktion durch eine Hashimoto Thyreoiditis hervorgerufen werden.

Eine Therapie ist bei Störungen der Schilddrüsenfunktion, Beschwerden oder verdächtigen Knoten angezeigt. Störungen der Schilddrüsenfunktion müssen entsprechend behandelt werden. Bei Beschwerden durch  vorwiegend zystische, d.h. flüssigkeitshältige Knoten kann die Flüssigkeit abpunktiert werden. Falls sich die Zyste wieder füllt wird, kann sie mit Hilfe einer Alkoholinjektion meist dauerhaft verödet werden.

Die Abklärung von Knoten mittels Sonographie und Ultraschall-gezielter Feinnadelpunktion macht heutzutage in den meisten Fällen eine Operation überflüssig.

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Schilddrüse FAQs

Die Schilddrüsenhormone T3 und T4 sind für die Regulation der Stoffwechselaktivität verantwortlich. Dazu gehört der Grundumsatz, also die Menge an Energie, die der Körper in Ruhe verbraucht. Das ist die Energie zum Atmen, um den Blutkreislauf in Gang zu halten und Organe zu erhalten. Damit ist die Schilddrüse ist ein lebenswichtiges Organ.

Bei einer Überfunktion der Schilddrüse ist der Grundumsatz und damit der Energieverbrauch gesteigert. Es kommt zu Gewichtsabnahme, Hitzegefühl, Herzklopfen, gesteigerter Darmtätigkeit und vielem mehr. Man ist im wahrsten Sinne „aufgedreht“. Weitere mögliche Beschwerden siehe unter „Wie merke ich, dass meine Schilddrüse nicht in Ordnung ist?“

Bei einer Unterfunktion der Schilddrüse ist im Gegensatz dazu der Grundumsatz vermindert, was die Gewichtszunahme fördert, die allgemeine Leistungsfähigkeit und die Darmtätigkeit reduziert. Weitere mögliche Beschwerden siehe unter „Wie merke ich, dass meine Schilddrüse nicht in Ordnung ist?“

Sowohl die Überfunktion als auch die Unterfunktion der Schilddrüse können im äußersten Fall lebensbedrohliche Ausmaße annehmen. Daher ist die Feststellung einer eventuell vorhandenen Störung der Schilddrüsen­funktion ebenso wichtig wie deren regelmäßige Kontrolle.

Zahlreiche Beschwerden können bei gestörter Funktion der Schilddrüse auftreten. Darüber hinaus entstehen Druckgefühl oder Schmerzen am Hals bei Vergrößerung oder Knotenbildung sowie bei Schilddrüsenentzündungen. Leider werden typische Beschwerden oft erst bei ausgeprägter Über- oder Unterfunktion der Schilddrüse spürbar. Daher sollten Sie im Zweifelsfall bei  verschiedensten Störungen Ihres Befindens die Schilddrüse untersuchen lassen.

Typische Beschwerden bei Überfunktion der Schilddrüse sind:

  • Gewichtsabnahme
  • Herzklopfen
  • Wärmeempfindlichkeit
  • Unruhe, Nervosität, verminderte psychische Belastbarkeit („schlechte Nerven“)
  • Zittern
  • Durchfall
  • Haarausfall
  • Zyklusstörungen, Unfruchtbarkeit
  • verminderte Lust/Potenz

Typische Beschwerden bei Unterfunktion der Schilddrüse sind:

  • Gewichtszunahme
  • Kälteempfindlichkeit
  • Abnahme der Leistungsfähigkeit
  • Muskelschwäche
  • Müdigkeit
  • Depression
  • Verstopfung
  • Haarausfall
  • Zyklusstörungen, Unfruchtbarkeit
  • verminderte Lust/Potenz

Wenn Sie Beschwerden der Unter- oder Überfunktion haben, ist eine Fehlfunktion der Schilddrüse nicht die einzige mögliche Ursache. Durch Erhebung Ihrer Krankengeschichte und die Untersuchung ergeben sich möglicherweise Hinweise auf andere hormonelle oder Stoffwechselprobleme, die ich in Rücksprache mit Ihnen ebenfalls abgekläre.

Knoten in der Schilddrüse können gutartig oder bösartig (Krebs) sein.  Daher sollten Sie bei Knoten jedenfalls einen Schilddrüsenspezialisten aufsuchen. Um abzuklären, ob ein Knoten gut- oder bösartig ist, gibt es verschiedene Untersuchungsmethoden, welche unterschiedliche Aussagekraft haben. Dazu gehören heute in erster Linie die Ultraschalluntersuchung der Schilddrüse und die Feinnadelpunktion. Die alte Szintigraphie wird in dieser Fragestellung nur selten benötigt.

Die Ultraschalluntersuchung zeigt, ob ein Knoten Krebs-verdächtig ist und eine weitere Abklärung mittels Feinnadelpunktion erfordert.

Bei der Feinnadelpunktion wird unter Ultraschallkontrolle eine kleine Zellprobe aus dem Knoten entnommen. Dazu bediene ich mich der besonders schonenden und sicheren Methode der Feinnadelkapillarzytologie. Dabei wird eine besonders dünne Nadel verwendet. Auf Wunsch wird diese Untersuchung auch in örtlicher Betäubung durchgeführt.

Bei einem vornehmlich flüssigkeitshältigen Knoten, einer Zyste, kann die Flüssigkeit ebenfalls abpunktiert werden. Bei Bedarf veröde ich eine Zyste mit speziellen Verfahren dauerhaft.

Ein Engegefühl im Halsbereich kann vielfältige Ursachen haben. Dazu gehören Veränderungen der Schilddrüse wie Knotenbildungen oder Entzündungen. Daher sollten Sie neben einer Begutachtung beim HNO-Arzt auf jeden Fall auch die Schilddrüse untersuchen lassen.

Sehr wohl! Eine Entzündung oder Knoten der Schilddrüse können ziehende und bisweilen heftige Schmerzen verursachen. Daher sollten Sie die Schilddrüse fachgerecht untersuchen lassen, wenn Ihre Beschwerden nicht innerhalb weniger Tage abklingen. Wirksame Behandlungen zugrundeliegender Schilddrüsenerkrankungen befreien Sie rasch von Ihren Beschwerden.

Unter- und Überfunktionen der Schilddrüse können eine Vielzahl an Komplikationen bis hin zu lebensbedrohlichen Zuständen hervorrufen. Deshalb müssen ausgeprägte Störungen der Schilddrüsenfunktion jedenfalls behandelt werden.

Hingegen müssen geringer ausgeprägte Störungen der Schilddrüsenfunktion nicht immer behandelt werden. Dabei hängt es von verschiedenen Umständen ab, ob Sie von einer Behandlung Vorteile haben oder nicht. Ich beleuchte mit Ihnen Ihre konkrete Situation und bespreche mit Ihnen Vor- und Nachteile einer Behandlung.

Eine optimale Schilddrüsenfunktion ist von Beginn der Schwangerschaft an von großer Bedeutung. Andererseits können Störungen der Schilddrüsenfunktion Unfruchtbarkeit (Infertilität) hervorrufen. Darüber hinaus ist im Verlauf der Schwangerschaft neben einer adäquaten Jodzufuhr die Schilddrüsenfunktion der werdenden Mutter entscheidend für die Entwicklung des Kindes. Schwangerschaftshormone beeinflussen die Schilddrüsenfunktion und können z.B. eine Überfunktion auslösen. Andererseits benötigen viele Patientinnen, die Schilddrüsenhormone einnehmen, eine Dosisanpassung meist schon zu Beginn der Schwangerschaft.

Fazit: Wenn bei Ihnen auch nur geringste Funktionsstörungen vorliegen sollten, muss die Schilddrüsenfunktion vor und während der Schwangerschaft kontrolliert und gegebenenfalls eine medikamentöse Einstellung vorgenommen bzw. angepaßt werden.

Eine – meist schmerzlose – Schilddrüsenentzündung ist eine nicht seltene Komplikation im ersten Jahr nach einer Schwangerschaft. Die Schilddrüsenentzündung nach der Schwangerschaft äußert sich in Über- und Unterfunktion und kann Ihr Wohlbefinden wesentlich beeinträchtigen. Im Zweifelsfall sollten Sie daher die Schilddrüse begutachten lassen. Nach ausführlicher Untersuchung berate ich Sie, ob eine Schilddrüsenerkrankung vorliegt und welche Behandlung Vorteile für Sie bringt.

Die Schilddrüse produziert nicht nur die Schilddrüsenhormone T3 und T4. Die sog. C-Zellen in der Schilddrüse produzieren das Hormon Kalzitonin, das den Kalziumhaushalt beeinflusst. Dieses Hormon ist im Normalfall von untergeordneter Bedeutung. Darüber hinaus findet das Hormon Anwendung als Medikament zur Behandlung der Osteoporose.

C-Zellen können aber bösartige Tumore bilden, weshalb das Kalzitonin bei Knoten in der Schilddrüse bestimmt werden muss. Erhöhte Werte erfordert die weitergehende Untersuchungen mittels Kalzium-Simulationstest, den wir ebenfalls in der Ordination anbieten.

Parathormon ist ein anderes Hormon, das eine wichtige Funktion im Kalziumhaushalt hat. Parathormon wird von den Nebenschilddrüsen gebildet.

Weitere Leistungen

  • Ultraschalluntersuchung der Schilddrüse/Nebenschilddrüsen
  • Blutabnahme
  • Feinnadelpunktion
  • Kalziumstimulationstest (bei erhöhtem Kalzitonin)

Die traditionelle Schilddrüsenszintigraphie mit radioaktiven Isotopen ist heute nur mehr selten erforderlich und wird ggf. in einem nahegelegenen Institut vorgenommen.


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